Belgisches Staatsarchiv

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Belgien gibt 100 Kartons mit diplomatischen Archiven aus der Zeit 1914-1944 an Deutschland zurück

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31/03/2014 - Digitalisierung - Staatsarchiv in Saint-Hubert - Generalstaatsarchiv

Ende August 1944, nur wenige Tage vor der Befreiung von Brüssel, erhält das Personal der Deutschen Botschaft in Brüssel die Anweisung, das Land zu verlassen, und hinterlässt eine große Menge an Dokumenten, Büchern, Plakaten, Fotos und Propagandamaterial.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden diese Dokumente zunächst an das Kriegsarchiv in Anderlecht abgegeben und 1953 in das Generalstaatsarchiv überführt. Die Propagandaplakate und eine Reihe von Büchern wurden später an das CEGES/SOMA, dem belgischen Zentrum zur Erforschung und Dokumentation der Kriege des 20. Jahrhunderts, übergeben. Ein Teil des Archivguts wurde auch einige Jahre lang im Staatsarchiv in Saint-Hubert aufbewahrt. Der gesamte Archivbestand wurde vom belgischen Staatsarchiv in den sechziger Jahren und im Jahr 2012 inventarisiert.

Im März 2014, also 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurden die 17 laufenden Meter Archivgut (100 Archivkartons) an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben, genauer gesagt an das Auswärtige Amt in Berlin, denn diplomatische Archive gehören immer dem Land, das sie angelegt hat.

Das Archiv wurde vorab auszugsweise digitalisiert und wird in naher Zukunft in den Lesesälen des belgischen Staatsarchivs einsehbar sein.

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