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© 2012 Das Staatsarchiv in Belgien. Alle Rechte vorbehalten. |
| Staatsarchiv in Eupen |
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Was gibt's Neues? Am 27. Januar 2012, um 19 Uhr, wird Frau Gerlinda Swillen im Staatsarchiv in Eupen referieren über ihr Projekt „Kriegskinder“. Freier Eintritt! Nachforschungen in den Akten der Friedensgerichte und der Reichsdeutschen Amtsgerichte von Eupen und Malmedy soll Licht auf die rechtliche Situation der Kriegskinder in Ostbelgien. Mehr lesen... Die Menschen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens können auf eine ereignisreiche und schicksalsvolle Vergangenheit zurückblicken. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet entlang der niederländisch-deutsch-belgisch-luxemburgischen Grenze auf dem weltpolitischen Schachbrett mehrfach hin und her geschoben. In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts geriet es zwar in ruhigeres Fahrwasser, doch die Bestrebungen zur Erlangung einer kulturellen Anerkennung und Autonomie waren nicht minder bewegend und mühevoll. Demzufolge liegt es auf der Hand, dass viele Historiker und Autoren sich mit der älteren und jüngeren Geschichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft auseinander gesetzt und bestimmte Teilaspekte in Abhandlungen und Publikationen näher beleuchtet haben. Die vorliegende Online-Bibliografie von Herrn Werner MIESSEN bietet eine umfassende Übersicht der seit 1945 zum Thema „Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens“ erschienenen Publikationen und bildet somit eine wichtige Grundlage für all jene, die sich mit der Geschichte der Deutschsprachigen Gemeinschaft befassen. Diese Bibliografie, die in der Reihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte der Deutschsprachigen Belgier" veröffentlicht wurde, ist jetzt online verfügbar: Band 1, Teil 1, Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Bibliografie 1945-2002: A1 bis A13. Band 2: Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Bibliografie 2003-2008 mit Nachträgen 1945-2002.
Das Staatsarchiv in Eupen verwaltet das Archivgut von öffentlichen und privaten Einrichtungen, die ihren Sitz im heutigen Gerichtsbezirk Eupen (dessen Territorium mit dem der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens identisch ist) hatten beziehungsweise noch haben. Wichtige Archivbildner waren vor 1796 vor allem die Schöffengerichte, Gemeinden, Notare und Pfarreien. Seit dem 19. Jahrhundert sind besonders die Gerichte, staatlichen Verwaltungen, Gemeinden, Sozialhilfezentren und Kirchenfabriken sowie, seit 1984, die Regierung und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft als Archivbildner hervorgetreten. Zu deren Archivgut kommen noch die Akten von über 100 privatrechtlichen Vereinigungen und Privatpersonen sowie eine Sammlung von Karten und Plänen. Die im Staatsarchiv in Eupen aufbewahrten Beständen reichen bis in das 14. Jh. zurück. Die Kirchenbücher und Zivilstandsregister betr. die Kirchen- und Zivilgemeinden im Gerichtsbezirk Eupen können nur über Mikrofilm oder Sicherheitskopien eingesehen werden. Das Staatsarchiv in Eupen bewahrt auch das Historische Archivgut (16.-Mitte 20. Jh.) und die Zeitungssammlung (1827-heute) der Stadt Eupen auf. Die Historische Bibliothek im Staatsarchiv in Eupen zählt ca. 30.000 Bände unterschiedlicher Provenienz zur Regionalgeschichte, zu archivwissenschaftlichen, allgemein- und kirchengeschichtlichen Themen, zahlreiche Inventare, Quelleneditionen sowie eine umfangreiche Sammlung von Gesetzestexten vom 17. bis zum 20. Jh.
Leiterin: Els Herrebout
Mit den öffentlichen Verkehrsmittel: Das Staatsarchiv in Eupen liegt zu Fuß ungefähr 5 Minuten vom Bahnhof Eupen entfernt. Der Zugverkehr verläuft im Stundentakt (erste Abfahrt um 6Uhr10, letzte um 22Uhr10, erste Ankunft um 7Uhr47, letzte um 21Uhr47) Die nächstliegende Busstation befindet sich am oberen Ende der Gospertstraße, Ecke Werthplatz, rund 300 m vom Staatsarchiv entfernt. Mit dem PKW:
Mit den öffentlichen Verkehrsmittel: Das Staatsarchiv in Eupen liegt zu Fuß ungefähr 5 Minuten vom Bahnhof Eupen entfernt. Der Zugverkehr verläuft im Stundentakt (erste Abfahrt um 6Uhr10, letzte um 22Uhr10, erste Ankunft um 7Uhr47, letzte um 21Uhr47) Die nächstliegende Busstation befindet sich am oberen Ende der Gospertstraße, Ecke Werthplatz, rund 300 m vom Staatsarchiv entfernt. Auf dem unterhalb des Staatsarchivs gelegenen Werthplatz ist Parken nur mit Parkschein möglich. Freitagsmorgens ist der Platz durch den Wochenmarkt belegt.
Bereits kurze Zeit nach der Einsetzung des Rates der deutschen Kulturgemeinschaft (RdK) am 23. Oktober 1973 wurde in dieser Versammlung der Wunsch nach der Einrichtung eines Zentralarchivs laut, das im Gebiet deutscher Sprache angesiedelt werden und die dieses Gebiet betreffenden Archivalien aufnehmen sollte. Erst nach der Einsetzung der ersten Exekutive und des Rates der Deutschsprachigen Gemeinschaft (RDG) am 30. Januar 1984 sowie der Schaffung eines deutschsprachigen Gerichtsbezirks Eupen am 23. September 1985 geriet die Archivfrage erneut in Bewegung. Bei einer Unterredung des Minister-Präsidenten der Exekutive der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Joseph Maraite, mit Louis Tobback, dem für das Archivwesen zuständigen Minister in der im Frühjahr 1988 neu gebildeten Nationalregierung, fiel am 5. August 1988, hauptsächlich aus praktischen Gründen, die Entscheidung zugunsten der Stadt Eupen. Im September des gleichen Jahres beauftragte Minister Tobback den seit 1987 amtierenden neuen Generalarchivar Dr. Ernest Persoons, „alle notwendigen Maßnahmen zur Errichtung eines Staatsarchivs der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu ergreifen“. Am 28. November 1988 unterzeichnete Minister Tobback schließlich den Erlass über die Eröffnung einer Niederlassung des Staatsarchivs in Eupen. Das neue Archiv wurde unmittelbar dem Generalarchivar unterstellt. Aufgrund einer entsprechenden Verfügung von Generalarchivar Dr. Persoons nahm das Staatsarchiv (in) Eupen am 1. März 1989 in zwei von der Stadt Eupen zur Verfügung gestellten Räumen – einem Bürozimmer sowie einem 75 m² großen Magazin – seine Arbeit auf. Diese Räume lagen in einem prächtigen, zwischen 1724 und 1728 erbauten Tuchmacheranwesen, dessen Mieter seit 1921 die bischöfliche Schule „Collège Patronné“ war. Da die Renovierung der Archivräume und ihre Ausstattung mit Büromöbeln und Regalen mehr Zeit in Anspruch genommen hatten als ursprünglich vorgesehen, konnte die Überführung der den Gerichtsbezirk Eupen betreffenden Archivalien vom Staatsarchiv in Lüttich nach Eupen erst am 5. und 6. April 1989 durchgeführt werden. Eine weitere wichtige Etappe in der Entstehungsgeschichte der Niederlassung des Staatsarchivs in Eupen bildete zweifelsohne das am 28. November 1989 – also auf den Tag genau ein Jahr nach der Errichtung des Archivs – in Eupen unterzeichnete Abkommen zwischen Minister Tobback, dem Minister-Präsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Joseph Maraite, sowie Bürgermeister Alfred Evers und Stadtsekretär René Quodbach als Vertreter der Stadt Eupen. Dieses Abkommen definierte die Aufgaben des Staatsarchivs in Eupen und seine Arbeitsweise für eine zeitlich nicht näher begrenzte Übergangszeit. Während die Stadt Eupen ihre Verpflichtung bekräftigte, für die Niederlassung des Staatsarchivs im städtischen Anwesen Kaperberg 2-4 Räumlichkeiten zu reservieren, erklärte die Deutschsprachige Gemeinschaft ihre Bereitschaft, „in Erwartung der Rekrutierung deutschsprachigen Personals durch die Archivverwaltung“, einen Doktor oder Lizentiaten in moderner Geschichte, ein „administratives“ und ein „technisches“ Personalmitglied für das Staatsarchiv in Eupen abzustellen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 21 September 2011 ) | |||||||